Fest der Freude 2026

Blick auf Konzert

Am 8. Mai 2026 jähren sich die bedingungslose Kapitulation der Deutschen Wehrmacht und das offizielle Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa zum 81. Mal. An diesem Tag veranstaltet das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) im Gedenken an die Opfer und in Freude über die Befreiung von der NS-Terrorherrschaft seit 2013 das Fest der Freude am Wiener Heldenplatz.

Das Fest der Freude  findet am 8. Mai 2026 um 19:30 Uhr am Wiener Heldenplatz statt. Das Fest der Freude widmet sich jedes Jahr einem thematischen Schwerpunkt. 2026 lautet das Schwerpunktthema "Täter und Täterinnen im Nationalsozialismus". Wir freuen uns über ein besonderes Musikprogramm mit den Wiener Symphonikern, das auch dieses Jahr mit der "Ode an die Freude" von Ludwig van Beethoven seinen feierlichen Abschluss finden wird.

Das Highlight wird die Rede der Zeitzeugin Lucy Waldstein sein.

Bundespräsident Dr. Alexander Van der Bellen wird als höchster Vertreter der Republik Österreich eine Redebeitrag halten. MKÖ-Vorsitzender Willi Mernyi eröffnet mit seinen Willkommensworten das Fest der Freude.

Zeitzeuge 2025

Porträt Zeitzeuge Paul Lendvai

Das Highlight des Fests der Freude 2025 war die Rede des Zeitzeugen Paul Lendvai. Wir freuen uns und sind dankbar, dass Paul Lendvai, eine prägende und analytische Stimme europäischer Zeitgeschichte, in diesem wichtigen Gedenkjahr beim Fest der Freude sprach.

Paul Lendvai wurde am 24. August 1929 in Budapest geboren. Als Sohn jüdischer Eltern überlebte der damals 15-Jährige 1944 durch die Hilfe eines Schweizer Schutzpasses die Verfolgungen durch die Nationalsozialisten in Ungarn und den Todesmarsch nach Österreich. Die traumatischen Erfahrungen seiner Jugend und seine Beobachtungen des politischen Wandels prägten ihn nachhaltig.

Nach dem Krieg studierte Lendvai Jus und arbeitete als Journalist in Ungarn. 1953 wurde Paul Lendvai als "politisch Unzuverlässiger" verhaftet und erhielt ein mehrjähriges Berufsverbot als Journalist. Nach dem Ungarn-Aufstand floh er aus Ungarn über Prag und Warschau 1957 nach Wien.

In Österreich begann seine journalistische Laufbahn als Osteuropa-Korrespondent bei der Tageszeitung Die Presse. 1959 erhielt Paul Lendvai die österreichische Staatsbürgerschaft.

Von 1960 bis 1982 war Lendvai Auslandskorrespondent für die Londoner Financial Times. Ab 1982 war er Chefredakteur der ORF-Osteuropa-Redaktion, später Intendant von Radio Österreich International. Von März 1980 bis 2024 Leitete Paul Lendvai die Diskussionssendung Europastudio im ORF. Lendvai gründete 1973 die Zeitschrift Europäische Rundschau als Stimme des Ost-West Dialogs und blieb Chefredakteur bis zur Einstellung im Jahr 2020. Darüber hinaus ist Paul Lendvai Autor zahlreicher Bücher über Österreich, Ungarn und Osteuropa bekannt. Für sein Buch Hoffnung und Ernüchterung – Reflexionen zum Wandel in Osteuropa, erhielt er den Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch 1994. Zuletzt erschien seine Studie Über die Heuchelei.

Paul Lendvai wurde vielfach ausgezeichnet, darunter mit dem österreichischen Staatspreis für Kulturpublizistik. Heute prägt er als politischer Kommentator (Der Standard) weiterhin den öffentlichen Diskurs.

Sujet Fest der Freude Programm 2025

Programm 2025

Das Fest auf einen Blick

Veranstalter

Mauthausen Komitee Österreich

Seit 2013 veranstaltet das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) das einzigartige Fest zum Tag der Befreiung.

Mehr über das MKÖ

Social Media Aktion

Auch dieses Jahr finden wieder zahlreiche Social-Media-Aktivitäten statt. Seien Sie Teil dieser Aktivitäten zum thematischen Schwerpunkt 2025 "Gemeinsam für ein 'Niemals wieder!'".

Social Media Aktion 2025

Der 8. Mai

Umkämpfte Be-Deutung

Der 8. Mai 1945 ist der Tag der bedingungslosen Kapitulation der Deutschen Wehrmacht und des offiziellen Endes des Zweiten Weltkriegs in Europa.

Mehr über den Tag der Befreiung

Weitere Termine

Gedenkfeiern um den 8. Mai

Eine Vielzahl an Gedenk- und Befreiungsfeiern finden österreichweit an Orten ehemaliger Konzentrationslagern und an anderen Orten nationalsozialitischen Terrors im Jahr 2025 statt.

Terminübersicht